Starke Nachfrage auch in Italien
„Es war die richtige Entscheidung, eine eigenständige Struktur aufzubauen und die unterschiedlichen Mentalitäten zusammenzubringen. Durch unsere Besuche bei bwe und auf deren Anlagen konnten wir unsere Kunden von dem hohen technischen Stand und der Zuverlässigkeit der Anlagen überzeugen. So antwortete z. B. einer der Kunden nach seinen Eindrücken gefragt: „Ich habe Biogasanlagen gesehen, die wirklich funktionieren“. Genau das war das Ziel unserer Reise.“
Thomas Thüring, Präsident der IES Biogas
Um auf die Anforderungen des boomenden italienischen Biogas- Marktes schnell reagieren zu können, wurde im Mai 2008 die IES Biogas Srl ins Leben gerufen. Zusammen mit drei weiteren Gesellschaftern unter Federführung von Thomas Thüring ist bwe damit auch in Italien direkt präsent. Seit der Firmengründung ist es der IES gelungen, sich als konkurrenzfähiger und kompetenter Spezialist für Biogasanlagen einen Namen zu machen. Auf der Grundlage der gewachsenen Branchenkenntnis von bwe und der starken Marktposition konnten bereits zwei Biogasanlagen, davon eine mit einer Leistung von 1 MW, die zweite mit einer Leistung von 330 kW in Betrieb gehen. Acht Anlagen befi nden sich schon im Bau und weitere rund 30 Anlagen sind bereits projektiert. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um 1 MW-Anlagen. Die Entscheidung, sich als lokaler Anbieter auch in Italien zu etablieren, hat sich somit als strategisch richtig erwiesen. Von der Kompetenz und Leistungsfähigkeit von bwe haben sich mehrere italienische Kunden vor Ort in Friesoythe überzeugen lassen.
Anlage Mandre/Susegana (Treviso)
Der Baubeginn der neuen Anlage fand im August 2009 statt.
Die 1 MW-Anlage ist bereits im März 2010 nach nur rund einem
halben Jahr in Betrieb gegangen. Als Inputstoffe werden Maissilage,
Gerstensilage und Grassilage verwendet, die vollständig
aus eigenem Anbau stammen, sowie zu rund 10% Büffelgülle.
Der private Betreiber ist auf die Büffelzucht spezialisiert und hält
rund 250 Tiere auf dem circa 1.600 ha großen Hof. Aus der
gewonnenen Büffelmilch wird unter anderem Mozzarella hergestellt.
Neben der Einspeisung in das öffentliche Netz wird die
Biogasanlage auch zur Warmwasseraufbereitung in der Molkerei
sowie zum Beheizen der Wohn- und Wirtschaftsgebäude
genutzt. Es werden also alle zentralen Bereiche des Hofes abgedeckt.
Die Wärme wird übrigens das ganze Jahr über genutzt,
da die Molkerei ganzjährig betrieben wird. Die neue Biogasanlage
stößt bei den Anwohnern auf äußerst positive Resonanz.
| Technische Daten | |
| Baujahr: | 2009 |
| Leistung: | 1 MWel |
| Inputstoffe: | Mais-, Gersten- und Grassilage, Büffelgülle |




