Wenn aus Abfall Energie wird
„Beratung, Projektdurchführung und Ergebnis waren hervorragend. Wir betreiben unsere Anlage mit selbsterzeugten Inputstoffen wie Kartoffel- und Gemüseresten und vertreiben diese nach dem Gärprozess dann als hochwertigen Dünger auch im Ausland. So profi tieren wir doppelt von der Biogasanlage.“
Wilfried Elberfeld

Gärresttrocknung

Bei der Anlage, die seit 2001 in Betrieb ist, handelt es sich um die erste von biogas weser-ems, in der Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie verwertet werden. Als Inputstoffe kommen in erster Linie Kartoffel- und Weißkohlreste zum Einsatz. Bis zu 200 Tonnen täglich! Die Anlage besteht aus vier Fermentern und einem Vorbehälter für eine gleichmäßige Substratzufuhr. Rund 3,5 MW elektrische Leistung werden so erzeugt. Neben der Biogasanlage setzt der Betreiber, die Famlie Wernsing aus Addrup-Essen (Oldb.), auch auf eine eigene Kläranlage für die Abwasserklärung und -aufbereitung aus der Produktion. Der Gasertrag aus Biogas- und Kläranlage wird zusammengeführt, verstromt und ins öffentliche Netz eingespeist. Die Niedrigtemperatur- Abwärme wird sowohl zur Erwärmung der Schlämme aus der Biogasanlage als auch in der Kläranlage für die Entwässerung der Zentrifugen genutzt. Die Hochtemperatur-Abwärme (bis 500 Grad) wird unter anderem zur Trocknung der Gärreste verwendet. Diese können als mineralstoffhaltiger und hochwertiger Dünger wieder eingesetzt werden. Bei der Anlage der Familie Wernsing handelt es sich somit um ein geschlossenes System. Dadurch werden Ökologie und Ökonomie auf ideale Weise in Einklang gebracht und die selbstgesteckten Nachhaltigkeitsziele vollständig erfüllt.
| Technische Daten | |
| Baujahr: | 2001 |
| Leistung: | 3,5 MWel |
| Inputstoffe: | Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie |




